25.11.2018 18:53
Profis, Bundesliga, LASK, Spielbericht

Schwere Heimniederlage gegen LASK

Rapid kämpfte - ließ den guten Einsatz aber in Hälfte Zwei vermissen.

Nach mehr als einem halben Jahr war Philipp Schobesberger nach seinem Comeback vor zwei Wochen wieder in die Startelf nominiert worden, dazu kam die ein- oder andere Änderung, die auch kurzfristiger Natur war: Christoph Knasmüllner reiste wegen Vor-Vaterfreuden kurzfristig zu seiner Frau ins Spital, wozu wir herzlich gratulieren. Für ihn rückte Deni Alar in die Aufstellung. Damit hatte es sich auch schon mit den Gratulationen, denn mit dem LASK kam der Tabellenzweite zu uns. Und es war klar: Hier würden wir eine ganz starke Leistung benötigen, wollte man doch unbedingt siegreich punkten - um endlich mal wieder in die obere Tabellenhälfte zu kommen. Das Spiel begann mit sehr viel Pressing, vor allem von den Gästen, während wir mit flüssigen Kombinationen dagegenhielten und ansehnlich Ein-Kontakt-Fußball spielten.

Das schnelle Geschehen verlagerte sich immer wieder auf die linke Seite, wo Schobesberger für viel Belebung in unserem Spielfluss sorgte: Pass von Stefan Schwab in den Lauf des Rückkehrers, dessen Hereingabe wurde gerade noch geklärt (14.). Im Gegenzug hatten wir Glück, als eine Hereingabe der Linzer an allen vorbei zog (17.). Eine Top-Möglichkeit fand kurz darauf Andrija Pavlovic vor, der es nach einem Lochpass unter Bedrängnis mit einem Heber versuchte, aber Goalie Schlager diesen noch ins Seitenout befördern konnte (18.). Wieder Rapid: Schobesberger auf Thomas Murg, dessen Mischung aus Schuss und Stanglpass aber keinen Abnehmer fand (24.). Rapid war zu diesem Zeitpunkt sehr gut in der Partie, lieferte sich mit den Gästen einen flotten Seitenwechsel in einem schnellen Spiel.

Ein erster Rückschlag folgte nach einer halben Stunde, als Stürmer Pavlovic mit muskulären Problemen ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Veton Berisha in die Partie, Alar rückte nach vorne - und hatte mit einem zu hoch angetragenen Kopfball eine weitere Möglichkeit (42.). Aufseiten der Linzer sorgte Michorl mit einem Distanzschuss nach einem Eckball für Gefahr, der Schuss strich am langen Eck vorbei (44.). Mit dem 0:0 in einem durchaus unterhaltsamen, kämpferisch starken Spiel ging es in die Pause.

 

Top-Chance durch Andrija Pavlovic: In der zweiten Halbzeit spielte aber fast nur mehr der LASK.

Heraus-ragend: Goalie Strebinger verhinderte eine deutlich höhere Niederlage.

Umso unerklärlicher war aber, dass Rapid aus der Pause verändert zurückkehrte - und uns der LASK nach und nach die spielerische Schneid abkaufen konnte. In der Kabine war Christopher Dibon geblieben, auch er laborierte an muskulären Problemen und wurde von Mateo Barac ersetzt. Die Linzer kamen zur ersten Gelegenheit durch Goiginger, bei dessen Schuss Richard Strebinger mit einer Fußabwehr parierte (49.). Im Gegenzug prüfte Schobesberger Goalie Schlager mit einem Schlenzer (53.). Soweit, so gut war Rapid noch im Spiel. Das sollte sich aber leider ganz herb und unverständlich ändern, denn nun ließ der LASK den Ball rollen - und uns fast permanent nur nachlaufen.

Und das sah so aus: Nach einem Ballverlust schaltete man schnell, Holland wurde am Sechzehner bedient und konnte sich das Eck aussuchen - 0:1 (54.). Rapid war geschockt und in der Folge fast immer einen Schritt zu spät. Joao Victor lief bis zur Grundlinie und bediente Frieser im Rückraum, der knapp am langen Eck vorbeisetzte (60.). Dann musste erneut Strebinger gegen den Brasilianer im 1:1-Duell klären (67.). Zwischenzeitlich meldete sich Grün-Weiß mit einem Distanzschuss von Marvin Potzmann, der sich gefährlich senkte (68.), aber das schien nur kurzfristig Entlastung zu geben. Denn wieder rettete der ausgezeichnete Strebinger gegen Joao Victor (70.), ehe ein abgefälschter Ball für die nächste Gefahr vor unserem Gehäuse sorgte (71.), und sowohl Hollands Kopfball (72.), und dann zwei weitere Heldentaten unseres Schlussmanns gegen Victor (74.) und Tetteh (76.) unsere Mannschaft weiter im Spiel hielten.

17.600 Fans hofften im regnerischen Hütteldorf bis zuletzt auf einen möglichen, aber heute sicher schmeichelhaften Ausgleich - den hatte mit der letzten Aktion Murg auf dem Fuß, wuchtete den Ball aus kurzer Distanz aber deutlich drüber (87.). Rapid musste sich geschlagen geben und das war an diesem Tag durchaus verdient. Aber leider sicher nicht der notwendige Schub, den es vor dem UEFA Europa League-Aufeinandertreffen mit Spartak Moskau am kommenden Donnerstag benötigt....

(gub)

 

tipico Bundesliga, 15. Runde:
SK Rapid - LASK 0:1 (0:0)
Allianz Stadion, 17.600 Zuschauer, SR Gishamer

Tor: 0:1 Holland (54.);

SK Rapid: Strebinger – Potzmann, Sonnleitner, Dibon (46. Barac), Bolingoli – D. Ljubicic, Schwab – Murg, Alar, Schobesberger (72. Martic) – Pavlovic (33. Berisha);

LASK: A. Schlager – Ramsebner, Trauner, Wiesinger – Ranftl, Holland, Michorl (92. Pogatetz), Ullmann – Goiginger (85. Jamnig), Frieser (73. Tetteh), Joao Victor;

Gelbe Karten: Sonnleitner, Barac;

Die Pressekonferenz nach dem Spiel

Das sagten die Trainer Oliver Glasner und Dietmar Kühbauer nach dem Match im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz im Mediacenter Allianz Stadion.

 

RAPID TV

Die grün-weiße Videoplattform präsentiert von IMMOunited - jetzt Rapid schauen!

WHATSAPP

Jetzt zu unserem kostenlosen Service - den SK Rapid Whatsapp News - anmelden!

TICKETS

Jetzt online Karten sichern!

FANSHOP

Jetzt bequem online einkaufen!

Tabelle

Team Spiele Tore Punkte
1. RB Salzburg 22 +33 55
2. LASK 22 +21 46
3. SK Sturm Graz 22 +3 31
4. Wolfsberger AC 22 +1 30
5. FK Austria Wien 22 +1 30
6. SKN St. Pölten 22 -3 30
7. SV Mattersburg 22 -8 29
8. SK Rapid 22 -3 27
9. TSV Hartberg 22 -10 26
10. FC Admira 22 -16 21
11. SCR Altach 22 -2 18
12. FC Wacker Innsbruck 22 -17 17

Unser Leitbild